Antworten auf die häufigsten Fragen
zu den Insolvenzverfahren
der P&R Gesellschaften im Allgemeinen.

Hier finden betroffene Anleger und Gläubiger Antworten auf die häufigsten Fragen zu den Insolvenzverfahren der P&R Vertriebs- und Verwaltungs- GmbH, der P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs- GmbH, der P&R Container Leasing GmbH und der P&R Transport-Container GmbH.

 

Rechtsanwalt Dr. Michael Jaffé wurde als Insolvenzverwalter der

P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, Grünwald, (Amtsgericht München – Insolvenzgericht –
Az.: 1542 IN 726/18) und der

P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, Grünwald (Amtsgericht München – Insolvenzgericht –
Az.: 1542 IN 728/18)

P&R Transport-Container GmbH, Grünwald (Amtsgericht München – Insolvenzgericht – Az.: 1542 IN 1127/18)

bestellt.

Die Bestellung erfolgte am 24.07.2018.

Zuvor war Dr. Jaffé bereits am 19.03.2018 (bei der P&R Transport-Container GmbH am 26.04.2018) als vorläufiger Insolvenzverwalter der Gesellschaften bestellt worden

Rechtsanwalt Dr. Philip Heinke wurde als Insolvenzverwalter der

P&R Container Leasing GmbH, Grünwald (Amtsgericht München – Insolvenzgericht – Az.: 1542 IN 727/18)

bestellt.

Die Bestellung erfolgte am 24.07.2018.

Zuvor war Dr. Heinke bereits am 19.03.2018 als vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt worden.

Die Container-Verwaltungsgesellschaften haben den Insolvenzantrag am 15.03.2018 (P&R Container Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, P&R Gebrauchtcontainer Vertriebs- und Verwaltungs-GmbH, P&R Container Leasing GmbH) sowie am 26.04.2018 (P&R Transport-Container GmbH) selbst gestellt, um die vorhandenen Werte im Interesse der Anleger und Gläubiger zu schützen und so ein bestmögliches Ergebnis für diese erzielen zu können.

Die Antragstellung erfolgte u.a., weil die Gesellschaften ihre fälligen Verbindlichkeiten gegenüber den Anlegern nicht mehr vollständig erfüllen konnten.

Das lässt sich heute noch nicht sicher sagen. Die vollständige Verwertung der mittel- und langfristig vermieteten Containerflotte wird voraussichtlich einige Jahre in Anspruch nehmen. Die Insolvenzordnung sieht aber die Möglichkeit vor, auch vor Abschluss des Verfahrens Abschlagsverteilungen an die Gläubiger auszuzahlen, wenn genügend liquide Mittel vorhanden sind. Derzeit ist beabsichtigt, erste Abschlagsverteilungen im Jahr 2020 durchzuführen. Dies setzt allerdings einen störungsfreien Ablauf der Insolvenzverfahren voraus.

Nein, das ist nicht notwendig, und auch nicht möglich. Die Insolvenzverwalter sind vom Amtsgericht München eingesetzt worden, um das Vermögen im Interesse aller Gläubiger der Gesellschaften, die Insolvenzantrag gestellt haben, zu sichern und zu verwerten. Es ist das Ziel, die bestmöglichen Ergebnisse für die Gläubiger zu erzielen.

Der Insolvenzverwalter hat die bekannten Gläubiger unmittelbar nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens schriftlich kontaktiert, sie über die Eröffnung informiert und ihnen die Unterlagen für ihre Forderungsanmeldung übersendet. Die Schreiben wurden Mitte August 2018 ausgefertigt.

Weitere Kontaktaufnahmen werden im Zusammenhang mit der Forderungsfeststellung erfolgen. Auch vor der ersten Abschlagsverteilung wird der Insolvenzverwalter die Gläubiger voraussichtlich noch einmal anschreiben, um die Kontodaten zu verifizieren.

Wenn Sie kein Schreiben erhalten haben, aber meinen Gläubiger zu sein, können Sie Ihre Forderungen mit dem im Internet abrufbaren Formblatt http://www.jaffe-rae.de/documents/foan_deutsch.pdfanmelden. (Siehe auch Punkt 2 und 3 | Fragen zur Forderungsanmeldung)

Aktuelle Informationen erhalten Sie unter anderem auf der hierfür eingerichteten Internetseite unter www.frachtcontainer-inso.de. Dort werden regelmäßig aktuelle Pressemitteilungen veröffentlicht. Zudem können Sie als Gläubiger im Gläubigerinformationssystem Einsicht in die aktuellen Berichte nehmen. Ein erster ausführlicher Sachstandsbericht wird voraussichtlich im Mai 2019 verfügbar sein.

Auf der Internetseite www.insolvenzbekanntmachungen.de veröffentlicht das Insolvenzgericht den Eröffnungsbeschluss sowie nachfolgende Beschlüsse, deren Veröffentlichung gesetzlich vorgeschrieben ist.

Nein, das geht leider nicht. Es sind ca. 54.000 Anleger betroffen, deren Anfragen im Regelfall weder von den betroffenen Gesellschaften noch vom Büro des Insolvenzverwalters oder dem Insolvenzgericht individuell beantwortet werden können. Dafür bitten wir um Ihr Verständnis.

Die für Sie relevanten Informationen zum aktuellen Stand und zum weiteren Verfahrensgang werden auf der Internetseite www.frachtcontainer-inso.de nach und nach eingestellt bzw. die Fragen und Antworten entsprechend aktualisiert.

Zur Statusabfrage Ihrer Forderungsanmeldung nutzen Sie bitte das Gläubigerinformationssystem unter www.jaffe-rae.de/GIS (Siehe auch Punkt 18 | Fragen zur Forderungsanmeldung)

Bitte nutzen Sie dafür die unter www.frachcontainer-inso.de eingestellten Formulare und beachten die dortigen Hinweise.

Das ist aus heutiger Sicht unwahrscheinlich, wenn die Verwertung ungestört verläuft: Theoretisch ist es zwar denkbar, dass Standgebühren oder durch die Container verursachte Schäden, bspw. durch die Häfen auch bei den Anlegern geltend gemacht werden können. Dies ist in der Vergangenheit bei P&R jedoch noch nie geschehen. Es ist das Ziel, die Mieteinnahmen zu sichern und die Container in einem geordneten und ggf. auch langfristigen Prozess geordnet zu verwerten, um so die bestmöglichen Ergebnisse für die Anleger und Gläubiger zu erzielen. Solange die Container vermietet sind, sind sie auch versichert. Die Fortsetzung des Betriebs setzt allerdings einen störungsfreien Ablauf und eine Verwertung im Rahmen geordneter Prozesse voraus.

Der Insolvenzverwalter muss im Interesse aller Gläubiger prüfen, ob insolvenzrechtliche Anfechtungsansprüche bestehen. Hierzu ist er gesetzlich verpflichtet. Die Insolvenzordnung sieht unter bestimmten, eng beschriebenen und vom Insolvenzverwalter im Einzelnen darzulegenden und zu beweisenden Voraussetzungen vor, dass Zahlungen im Einzelfall zurückzuerstatten sind. Dies betrifft beispielsweise Zahlungen an Personen, die über ein Sonderwissen über die kritische Lage der Gesellschaften verfügten. Die in der Presse diskutierte Rechtsprechung zur Anfechtung der Auszahlung von Scheingewinnen in sog. "Schnellballsystemen" als unentgeltliche Leistungen (sog. "Schenkungsanfechtung" nach § 134 InsO) betrifft nach derzeitiger Einschätzung anders gelagerte Sachverhalte: Dort wurden an die Anleger auf der Basis von manipulierten Bilanzen tatsächlich nicht erzielte Gewinne ausgezahlt. Vorliegend wurden den Anlegern jedoch keine Gewinne ausgezahlt, sondern‎ Zahlungen auf Mieten bzw. Rückkäufe geleistet. Die einzelnen Vorgänge werden durch den jeweiligen Insolvenzverwalter aufgearbeitet und abschließend geprüft werden; diese Prüfung ist noch nicht abgeschlossen.

Nein, das ist zumindest derzeit nicht möglich. Wir raten Ihnen, dazu in Zweifelsfällen Rücksprache mit Ihrem Steuerberater zu halten, da auch Ihre persönliche steuerliche Situation eine Rolle spielen kann. Wir gehen davon aus, dass im Fortgang der Verfahren weitergehende Informationen zur steuerlichen Behandlung gegeben werden können.

Bitte beachten Sie, dass aus insolvenzrechtlichen Gründen eine Erstattung der von Ihnen an das Finanzamt abzuführenden Umsatzsteuer nicht möglich ist. Sie haben aber die Möglichkeit, auch weitere Forderungen gegen die Gesellschaften zur jeweiligen Insolvenztabelle anzumelden, die dann zu gegebener Zeit vom Insolvenzverwalter geprüft werden. Bitte nutzen Sie hierzu das im Internet abrufbare Formblatt unter http://www.jaffe-rae.de/documents/foan_deutsch.pdf.

 

 

 

Bitte beachten Sie, dass diese Zusammenstellung der häufig vorkommenden Fragen und die Antworten lediglich einen kostenfreien Service darstellt, aber angesichts der dynamischen Entwicklungen in Insolvenzverfahren ohne jede Gewähr für deren Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität erfolgt, und Gläubiger oder Dritten aus diesen Angaben keine Rechte oder verbindliche Zusagen herleiten können. Auch stellen die vorstehenden Angaben keine Rechtsberatung dar. Änderungen bleiben vorbehalten.

(Letzte Aktualisierung: 09.01.2019)

Kontakt

Sie können uns gerne kontaktieren. Bitte haben Sie jedoch Verständnis, dass wir angesichts der hohen Zahl an betroffenen Anlegern derzeit keine individuellen Einzelanfragen beantworten können. Vielen Dank.

Mehr erfahren